Spritztour nach Dänemark

Reiseziel in Daenemark

Letzten Sonntag war so einer der Tage.. da steht man morgens auf und weiss gleich, dass man irgendwas anfangen muss mit diesem Tag, da will man nicht nur “mit dem Finger über die Landkarte” wandern. :) Sicher.. ich hätte nen faulen einlegen können oder irgendwas zusammen bauen oder auspacken. Aber mir stand der Sinn nach anderem. Mopped.. war so eine Möglichkeit, aber das Wetter sah nicht ganz danach aus. Hätte ich allerdings zu dem Zeitpunkt schon gewusst, dass MoGo in Hamburg ist, dann hätte die Entscheidung sicher schon fest gestanden. Doch das habe ich mehr unterwegs mitbekommen und da hatte ich ja schon ein anderes Ziel. Doch wenn nicht dieses, dann eben beim nächsten Mal. :)
Kurzes nachdenken, doch schnell war eine Entscheidung parat – gen Norden sollte es gehen, erst einmal Richtung Dänemark. Also eben noch schnell frisch gemacht, angezogen, Kamera und Wagenschlüssel geschnappt und los ging es. Meine ersten Meter führten mich quer durch Hamburg, dabei kam ich zum ersten Mal am Flughafen vorbei und musste feststellen, dass ich da unbedingt auch mal einen Video-/Fototermin machen sollte.

Parkplatz am Strand von BlåvandWeiter ging es dann auf die A7 Richtung Flensburg. Dort war anfänglich mehr los als erwartet, aber so nach der Überquerung des Nord-Ostsee-Kanals wurde es dann zunehmend besser. Ratzfatz kam man dann an Flensburg vorbei und die Grenze zwischen Dänemark und Deutschland ist als solche wirklich kaum noch zu erkennen. Wie immer in Skandinavien (nicht nur, aber vor allem dort) sollte man wegen der Geschwindigkeiten ein wenig aufpassen, denn auch wenn es immer mehr gibt, die sich nicht so sehr daran halten.. die Höchstgeschwindigkeit ist 110 km/h auf Autobahnen und wird man erwischt, dann bezahlt man empfindliche Strafen. Aber für solche Fälle habe ich schliesslich im Wagen einen Tempomat?! Einschalten und wohlfühlen.. und man hat viel Zeit, sich um die Landschaft zu kümmern.
Zugegeben.. die ist in der Nähe der Autobahn nicht immer so doll und in Dänemark – noch viel schlimmer als in Norddeutschland – nun einmal eher extrem flach. Aber trotzdem kam so ein kleines bisschen Urlaubsgefühl auf und immerhin machte ich ja gerade zum allerersten Mal genau das, weswegen ich u.a. eigentlich nach Hamburg gezogen war. Ein doch irgendwie schönes Gefühl. :)

Nordsee und Strand von Blåvand

Während es weiter Richtung Norden ging, überlegte ich mir die Alternativen.. Ostsee? Eine grosse Schleife und dann mit der Scandlines über Rødby zurück nach Puttgarden wäre eine nette Idee gewesen, aber auch relativ zeitintensiv und dann wusste ich auch nicht mehr auswendig, was eine entsprechende Überfahrt kosten würde (ca. 70€ einfache Fahrt, wie ich nun weiss). Dazu wäre noch eine weitere Fähre oder wahlweise Maut über die Storebælt-Brücke gekommen und das war mir für diesen Tag irgendwie zuviel, da mache ich mal eine schöne Motorradrunde daraus. ;)
Aber viel weiter als bis Kolding wollte ich auch nicht fahren, insofern war dann schnell die Entscheidung gefunden, dass mich dieses Mal doch mehr die Richtung Nordsee zieht. Ein Ziel war dann auch schnell ausgemacht.. Blåvand, direkt an der Nordsee gelegen.

Deich und Strand von BlåvandDort angekommen durfte ich nicht nur feststellen, dass ich hier in einer recht idyllischen Ecke angekommen war, sondern dass es sich hier auch um einen Ort handelte, der scheinbar fest in der Hand von Ferienhaus-Anbietern ist, d.h. dansommer und wie sie alle heissen mögen. Wenn man in Blåvand rein fährt, ist man erst einmal auf einer Art Einkaufsmeile, wo sich ein Souvenir- und Shoppingladen an den anderen reiht, nur unterbrochen von Cafe’s und Restaurants. Dort war, wohl dem guten Wetter geschuldet, auch so einiges los.
Deutlich ruhiger wurde es dann auf den kleinen Sand- und Schotter-Strässchen im restlichen Ort. Neben den wenigen Menschen, die einem dort begegneten, fand man letztlich nur noch eines: Ferienhäuser, Ferienhäuser.. und auch noch Ferienhäuser! Eines schöner als als das andere, die sich im meist skandinavischen Stil oft hinter Hecken und Büschen versteckten und von denen einige sogar zu verkaufen waren. Aber auch wenn sie noch so nett aussahen.. sie standen einfach am falschen Platz.. etwas vergleichbares in Norwegen und ich würde sicher schneller nach dem Preis fragen, als meinem Konto lieb wäre. ;)

Meer und Strand bei BlåvandIm Anschluss an die kleine Runde durch den Ort bin ich dann noch zum Strand gefahren und ich muss wirklich sagen.. der ist sehr schön. Es war auch nicht allzu viel los und so konnte ich die Dünen, den Wind und das Meer doch eine Weile in Ruhe geniessen, bevor ich mich dann langsam wieder aufraffte, den Weg zurück anzutreten. Da ich eh noch tanken musste (da konnte ich sogar ein paar Brocken norwegisch an die Frau bringen ;) ), machte ich noch eine kleine Schleife über Esbjerg, da ich dort noch einen kurzen Blick in den Hafen werfen wollte. Von dort legen auch Fähren nach England ab, was ja durchaus eine gute Alternative zu denen sein kann, die von den Niederlanden aus ablegen. Zumindest falls man doch mal auf die Idee käme, auf die Insel fahren zu wollen.. :)
Auf dem weiteren Rückweg wollte ich vor allem eher Landstrasse und weniger Autobahn fahren, weswegen mein Weg dann über Tjæreborg, Ribe, Skærbæk, Løgumkloster und Tinglev führte. Dann wieder über die A7 zurück bis Kaltenkirchen. Dort traf ich dann auch auf die Reste des MoGo-Motorradkorsos, wobei das eher Zufall war, denn an sich bin ich dort raus, weil ich irgendwie doch so ein kleines Hüngerchen verspürte und mir eine Kleinigkeit bei McD holen wollte.

Ein Tüte Pommes (natürlich nur den Inhalt, is klar, ne?!) und einen Cheeseburger mampfend fuhr ich dann über Norderstedt nachhause. Unterm Strich blieb ein toller Tag bei ebensolchem Wetter.. ein gutes Gefühl im Bauch (eher nicht wegen dem gerade gegessenen), erstaunliche 650 km mehr auf dem Tacho (kam mir wirklich nicht soviel vor) und dem Wunsch, so etwas bald mal wieder zu machen. Und ich denke, ich werde mir demnächst doch mal einen kleinen Handbestand an dänischen, schwedischen und norwegischen Kronen zuhause hinlegen, damit ich bei solchen Spontan-Ideen auch das passende Kleingeld für ein Eis oder sonst etwas dabei habe.. ;)

Strand & Deichgras

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2 Kommentare zu „Spritztour nach Dänemark“

  1. Frauke sagt:

    Schöne Tour die du da gemacht hast. Das nächste Mal solltest du mal nach Römö fahren, langer Strand und viel Natur. Vorallem ist es toll, da du am Strand mit Auto fahren darfst. Da gibt es ein Kombiticket und zollfrei Einkaufen kannst du da auch noch. DAnn abends mit dem Auto über die Fähre nach Sylt und dann mit dem Zug wieder aufs Festland. Oder nach Ribe reinfahren, da gibt es tolle Wassermühlen da Ribe von Wasser umgeben ist. Lohnt sich. Die Ecke ist einfach schön.

    • norge_troll sagt:

      Ja, von Rømø habe ich schon gehört, mache ich aber sich eher mal mit dem Motorrad, da macht das sicher mehr Spass. Und stimmt, die Ecke da oben hat was und auch einiges, was man sich noch ansehen kann. Wird auch nicht meine letzte Tour dahin gewesen sein und vielleicht nehme ich mir auch mal ein Ferienhaus für ne Woche oder zwei.. wollte ich im Herbst/Winter eh mal machen. Ist dann günstiger und ich mag sowieso lieber das rauere Klima. Dann macht auch der Kamin mehr Spass, wenn man wieder zurück kommt ;)

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